Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer


Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer wurde am 1. Januar 1986 gegründet, die Gesamtfläche beträgt nach mehreren Erweiterungen ca. 3.500 km²; der Nationalpark besitzt zusätzlich den Status als Biosphärenreservat und Vogelschutz- bzw. FFH-Gebiet der EU. Das Areal des Nationalparks reicht von der Insel Borkum bis zur Elbmündung; es beinhaltet auch die Flächen der bewohnten ostfriesischen Inseln, ausgenommen sind lediglich Siedlungs- und Infrastrukturbereiche. Zur Nationalparkfläche zählen ebenfalls einige unbewohnte Inseln (Lütjehörn, Memmert, Minsener Oog, Mellum), den größten Teil nehmen aber Wattflächen und Sandplaten zwischen den Inseln und dem Festland ein (u.a. Itzendorfplate, Martensplate, Knechtsand, Wurster Watt); 68,5 % der Gesamtfläche gehören zur streng geschützten Ruhezone, 31 % sind Zwischenzone und nur 0,5 % ist als Erholungsgebiet ausgewiesen (z.B. Badestrand). Der Nationalpark ist Heimat für ca. 4.000 Tier- und Pflanzenarten, zu beobachten sind u.a. Seehunde auf den Sandbänken und brütende Säbelschnäbler und Seeschwalben in den Salzwiesen; hier wachsen auch Stranddistel und Strandflieder sowie der Strandhafer auf den Dünen.